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Wichtige Themen heißen Gesundheit, Welthunger und Klima

Kein Zufall: Donnerstags ist Veggietag

Ganz sicher geht es nicht um Verbote. Mal ganz ehrlich: Was kann es schaden, wenigstens einmal pro Woche kein Fleisch auf dem Teller zu haben? Das Gegenteil ist der Fall: Du hilfst dir und der Umwelt.

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„Donnerstag ist Veggietag“ lautet der Titel der Sensibilisierungskampagne, mit der die Stadt Eupen ihre Bürger zum Mitmachen animieren will. Möglichst viele Menschen sollen an einem Tag pro Woche auf Fleisch verzichten, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun. 
Wer hat's gewusst? Vegetarisch bedeutet „frisch und lebendig“

Das Wort vegetarisch leitet sich vom lateinischen "vegetare" (= beleben) bzw. "vegetus" (= frisch, lebendig, belebt) ab. Vorab gesagt: Man muss sich daher keine Sorgen machen, dass durch den Veggietag die Ernährung einseitig wird. Fleisch und Fisch können  - mindestens an einem Tag  - durch andere Lebensmittel ersetzt werden, die ebenso reich an Eiweiß, Vitaminen und Spurenelementen sind. 

Prinzipiell haben alle Eupener Schulen, das ÖSHZ, das Spital sowie der Horeca-Sektor zum Schulbeginn 2010 den Veggietag in Eupen eingeführt. Auch die Zentralküche der DGSL beteiligt sich daran. Gründe dafür gibt es reichlich  - und sie sind überzeugend.

Gute Gründe für den Veggietag

Die hohe Zufuhr an tierischen Fetten verursacht viele chronische Krankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs. Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) würden jährlich 13.000 Todesfälle in Europa verhindert, wenn nur 1% weniger tierische Fette konsumiert würden. Vegetarische Kost dagegen ist reich an Obst und Gemüse und deshalb abwechslungsreicher und gesünder.

Die Wurzeln für das Essverhalten werden schon in jungen Jahren gelegt. Denn es ist auch eine Kopfsache, wie und ob ich mich bewusst ernähre. Ernährung heißt immer: Verantwortung tragen, zum Beispiel für deine Gesundheit, den Tierschutz und das Klima. Eine andere Studie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ergab, dass die Massentierhaltung 18% der treibhauswirksamen Gase erzeugt.

Dann wäre da noch das Thema Welthunger. Ein Hektar Land produziert Rindfleisch für die Ernährung von nur einem Menschen oder aber ausreichend Kartoffeln für 22 Menschen. Für die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch werden rund 15.000 Liter Wasser benötigt. Vielleicht diskutiert ihr diese Fragen ja auch im Unterricht. Mit dem Veggietag kannst du selbst einen aktiven Beitrag leisten.