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Darum ist Gemüse so gesund

Was ist Frucht- und was Samengemüse? ... ein kleiner Ratgeber

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Dass Obst und Gemüse gesund sind, wissen bereits die meisten Kinder. Weniger bekannt ist ihre Herkunft und große Arten- und Geschmacksvielfalt. Dass man außerdem wunderbare Gerichte aus Obst und Gemüse zaubern kann, zeigt die Zentralküche täglich.

Aber was ist nun eigentlich ein Fruchtgemüse?

Als Fruchtgemüse werden jene essbaren Teile von Pflanzen bezeichnet, welche sich aus den befruchteten Blüten entwickeln. Dazu gehören: Gurken, Tomaten, Paprika, Zucchini, Kürbis, Melone, Mais, Fenchel, Aubergine, Bohnen und Erbsen. Hättest Du das gedacht?

In der Gurke ist zum Beispiel ein Enzym enthalten, das Eiweiß spaltet. Es nennt sich Erespin, tötet Würmer und Bakterien im Darm ab und wirkt reinigend auf den Darm. Durch den hohen Wassergehalt der Gurke sind die Wirkstoffe optimal aufgelöst. Die Gurke verfügt zudem über einen hohen Anteil an Vitamin E, der in der Gurkenschale enthalten ist.

Die Tomate ist eine Beere!

Es wird noch interessanter. Auch die Tomate ist eigentlich eine große rote Beere. Sie besteht zu etwa 95 % aus Wasser und enthält eine Vielzahl an Vitaminen sowie sekundären Pflanzen- und Mineralstoffen wie zum Beispiel Kalium und Lycopin, das die Immunabwehr stärkt. Tomaten haben fast überhaupt keine Kalorien, aber aufgepasst, der grüne Stielansatz ist giftig!

Melone: gesund und durstlöschend

Nehmen wir nun noch die Melone. Gerade die Wassermelonen werden oft unterschätzt, denn da sie sehr wässerig schmecken, traut man ihnen nicht zu, viele Vitamine oder Nährstoffe zu enthalten. Doch das ist ein Irrtum.

Aufgrund ihres hohen Wasseranteils eignen sich Melonen ausgezeichnet als Durstlöscher und gelten als kalorienarm. Zu den Inhaltsstoffen der Melonen gehören Vitamin A und C. Dabei ist der Gehalt an Vitaminen und Mineralien wie Kalium und Kalzium bei Zuckermelonen deutlich höher als bei den Wassermelonen, deren Hauptwert vor allem im Durstlöschen liegt.

Schon wenige Minuten nach dem Verzehr der durstlöschenden Frucht beginnen Enzyme im Körper aus dem Fruchtfleisch der Wassermelone Vitamin A herzustellen. Dieses ist wichtig für unsere Leber, die Knochen, Zähne, Haare und Nägel. Besonders wertvoll ist Vitamin A als Unterstützer der Schleimhäute im Kampf gegen Erkältungskrankheiten.

Unverzichtbar – Samengemüse bzw. Hülsenfrüchte (Leguminosen)

Aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes, zahlreicher Ballast- und Nährstoffe (z. B. Eisen) und wegen der großen Erträge auf kleinen Flächen sind die Früchte und Samen der Hülsenfrüchte weltweit ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Ernährung. Insbesondere bei fleisch- und fettarmer, vegetarischer und veganer Kost sind sie praktisch unverzichtbar. Dazu gehören: Bohnen, Erbsen, Erdnüsse, Kichererbsen, Linsen und Sojabohnen.

Sojabohnen haben den höchsten biologischen Wert unter allen pflanzlichen Eiweißstoffen für die Ernährung von Menschen und Tieren. Sie enthalten auch deutlich mehr Eisen als Spinatgemüse. Bei hoher Dosierung kann der rohe Verzehr von grünen Bohnen total ungesund sein, vor allem für Kinder. Deshalb zählt man viele rohe Hülsenfrüchte zu den Giftpflanzen.

Daher gilt: Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen und Erbsen mindestens eine Viertelstunde lang vor dem Verzehr garen, wodurch die giftigen oder schwer verdaulichen Inhaltsstoffe abgebaut werden.