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Um den weltbekannten Imbiss ranken sich zahlreiche Legenden

Wurde der Hamburger tatsächlich in Hamburg erfunden?

Das Rezept ist simpel: Man nehme zwei Brötchenhälften, eine gegrillte Scheibe aus Rinderhackfleisch (Patty), ein knackiges Salatblatt, Tomaten- und Gurkenscheiben, Zwiebelringe sowie Ketchup und Mayonnaise. Soweit der Klassiker.

Mittlerweile finden sich auf den Speisekarten viele weitere Variationen wie Cheese Burger, Fischburger oder der fleischlose Veggie-Burger.

Geburtsort: unklar

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Aber wieso heißt der Hamburger eigentlich Hamburger? Eine Theorie besagt, dass die norddeutsche Großstadt Hamburg tatsächlich Namensgeber für den Imbiss sein soll. Denn das Kurzwort für gebratenes Hackfleisch, das Hamburger Einwanderer im 19. Jahrhundert einführten, lautet auf Englisch „hamburger“ von „hamburger steak“.

Außerdem seien Frikadellen auf Weizenbrötchen und mit Bratensoße übergossen (das sogenante „Rundstück warm“) auf den Auswandererschiffen, die oft in Hamburg ablegten, eine beliebte Speise gewesen. Auf der Weltausstellung 1904 in St. Louis wurden Hackfleischbrötchen sogar nachweislich als „Hamburg“ von Fletcher Davis aus Texas verkauft.

Ein Zufallsprodukt?

Eine andere Theorie besagt, dass die Bezeichnung 1885 auf einem Jahrmarkt im Erie County nahe der amerikanischen Stadt Hamburg im US-Bundesstaat New York entstanden sei. Dort hatten die Menches-Brüder einen Imbissstand, auf dem sie wegen eines Engpasses an Schweinebraten mit Rindfleisch als Ersatz experimentierten.

Und dann war da noch Louis Lassen. In seiner Imbissbude „Louis’ Lunch“ in New Haven an der Ostküste der Vereinigten Staaten soll er einem Gast im Jahr 1900 den allerersten Hamburger serviert haben. Der Reisende hatte es ziemlich eilig. Also bereitete der aus Dänemark stammende Besitzer aus nicht verkauften Steaks eine Frikadelle zu, klemmte sie mit Käse, Zwiebeln und Tomaten zwischen zwei Toastscheiben und überreichte sie seinem Gast „to go“.

Mit den ersten Fastfood-Ketten trat der Hamburger schließlich seinen Siegeszug rund um den Globus an. Aber Theorie hin oder her. Lecker ist ein Hamburger so oder so. Am besten selbst gemacht mit frischen Zutaten.