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Pommes Frites und Pralinen sind längst nicht alles…

Was kommt in Belgien auf den Tisch?

Süß oder pikant? Deftig oder leicht? Die belgische Küche zaubert für jeden Geschmack das Richtige aus dem Hut. Dabei gibt es streng genommen nicht „die“ belgische Küche. Dank verschiedener Einflüsse entsteht eine spannende kulinarische Mischung.

Na klar: Fritten und Pralinen aus Belgien kennt jeder. Aber ist das alles, was die belgische Küche zu bieten hat? Nein, ihr Reichtum an Köstlichkeiten ist viel größer! Die französische Küche zum Beispiel hat besonders in Brüssel und der Wallonie Einfluss auf die kulinarische Landschaft, in Flandern die niederländische und in Ostbelgien die deutsche.

Paradies für Naschkatzen

Insbesondere die belgische Hauptstadt Brüssel ist prädestiniert für eine Schlemmerreise. Denn hier treffen alle landestypischen Spezialitäten aufeinander. Wie wäre es zum Beispiel mit Waffeln? Es gibt die Brüsseler Waffel (Gaufre de Bruxelles) aus einem weichen Rührteig und die Lütticher Waffel (Gaufre de Liège), die mit einem dickeren Teig gemacht wird, dessen Perlzucker beim Backen karamellisiert.

Chocolatiers und Schokoladengeschäfte hingegen locken an jeder Ecke mit leckerer Schokolade und Pralinen. Übrigens auch als Getränk lieben die Belgier ihre Schokolade als „Chocolat Chaud“. Unbedingt probieren sollte man außerdem belgischen Spekulatius (Speculoos) und Reisfladen.

Mehr als eine Beilage

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Wem Waffeln, Pralinen und Co. zu süß sind, der liegt in Belgien mit salzigen Pommes Frites genau richtig. Der Legende nach entstand das Rezept in den 1750er-Jahren in der Gegend um Lüttich, als dort die Flüsse zugefroren waren und die Fischer nicht angeln konnten. Anstelle von Fisch frittierten Sie alternativ einfach Kartoffelstäbchen. Mittlerweile besitzen diese hierzulande Kultstatus und sind weltberühmt. Das i-Tüpfelchen sind die richtigen Soßen, die dazu gereicht werden, klassischerweise Mayonnaise.

Fritten dürfen natürlich auch nicht bei „dem“ belgischen Nationalgericht fehlen: Moules Frites. Darüber hinaus gibt es viele weitere belgische Klassiker: „Stoemp“ etwa oder „Carbonnade Flamande“ (Flämische Karbonade). Außerdem punktet Belgien mit unzähligen Käsesorten wie Herver Käse und Passendale und Wurstspezialitäten wie Ardenner Schinken und Eupener Bierwurst.

Geschmackserlebnis aus der Flasche

Natürlich ist Belgien auch bekannt für sein gutes Bier und seine Biertradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Heutzutage existieren mehr als 500 Biersorten hierzulande. Seit 2016 gehört belgisches Bier sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die meisten belgischen Biere sind obergärig. Neben ober- und untergärigem Bier gibt es in Belgien aber noch eine Art der Biergärung: die spontane Gärung (Lambic). Typisch belgisch sind auch Starkbiere wie Tripel oder Quadrupel. Die Besonderheit: Für jede Biersorte gibt es ein eigenes Glas.